Fort Hahneberg (Berlin)

Einziges Aussenfort der Festung Berlin/Spandau

 

www.forthahneberg.de

Fort Hahneberg liegt westlich von Berlin und ist das einzige gebaute von drei geplanten Aussenforts der Festung Spandau. Da es bereits bei seiner Fertigstellung veraltet war (Brisanzgranatenkrise), wurde keine weiteren Forts gebaut.


Der Grundriss entspricht im Wesentlichem einem Biehlerschen Einheitsfort.

 

Fort Hahneberg, Kehlkaponniere Fort Hahneberg, Kehlkaponniere

Kehlkaponniere, das Blockhaus. Das Mauerwerk wurde nach WK II. für den Häuserbau verwendet.

 

Das Bauwerk sollte den Eingangsbereich des Forts schützen und den Graben bestreichen. Im Prinzip schon eine Schwachstelle, da der Fortgraben für das Blockhaus unterbrochen werden musste.

 

In anderen Forts wurde das Blockhaus sofort weggelassen!

Ich kommentiere hier nur einen Besuch! Viel besser ist das hier:

Buchtipp: Fort Hahneberg

ISBN: 3-00-014624-5

Beschreibung des Forts Hahneberg bei Berlin. Bauausführung als Biehlersches Einheitsfort. Geschichte des Forts.

 

Fort Hahneberg, Remise Eingangstor und Kehlkaserne Fort Hahneberg, Remise Eingangstor und Kehlkaserne

Kehlkaserne mit Haupteingang. Auf der Kaserne stehen Bäume, die da nicht hingehören.

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Eingang in das Fort. Die Klappbrücke ist restauriert worden und der Mechanismus wird bei Besichtigungen vorgeführt. Man beachte die rechte Scharte: Selbst eine kleine Kanone hätte die Scharte nach mehren Schüssen durchschlagen!

Fort Hahneberg Kasematten Fort Hahneberg Kasematten

Die Ziegelwände in den Kasematten sind geschliffen!

Fort Hahneberg - Kanonenaufzug Fort Hahneberg - Kanonenaufzug

Kanonenaufzug

 

Die Führung ist sachkundig. Die Funktion des Kanonenaufzugs wird detailiert erklärt.

Fort Hahneberg Fort Hahneberg

In der Kasematte war es dunkel - die Führung, der Pulk der Besucher und auch meine Frau, die mich eigentlich immer beschützt, weit voraus.

 

"Ich will eine Totale! Moment mal." "Noch'n Schritt zurück!" "Klasse Motiv, passt!"

 

Noch'n Schritt zurück und ich hätte gepasst - und zwar in eine Latrine! Hinter mir waren Scheisshäuser, bzw. die Gruben davon!

 

Nein, damals war ich noch nicht abgehärtet - es existieren keine Fotos! Heutzutage würde ich mich umdrehen und den Schreck fotografieren!

 

Infanterieausgang mit Gewehrscharte in den trockenen Graben des Forts.

Fort Hahneberg Graben mit Böschungsmauer Fort Hahneberg Graben mit Böschungsmauer

Trockener Graben des Forts. Die Bäume zerstören das Mauerwerk.

 

Sie dürfen nicht gefällt werden: Der ostfriesische Langhaarfrosch und die antarktische Kurzhaarschnecke leben hier - oder so.

Ein intaktes Fort - sichere Mauern - was würde sich da alles ansiedeln? Was für ein Biotop?

 

Nein, der isländische Freiflugdackel und der mecklenburgische violett karierte Dreifingerhamster sind da ganz sicher nicht heimisch! Auch eine Südost-indonesische Fledermaus mit deutschem Stammbaum gibt es da nicht.

 

Aber ein intaktes Fort, ein Baudenkmal? Mit Füchsen, Hasen, Rehen, Hühnern, Eichhörnchen? Kennt noch jemand einheimische Eidechsen und Lurche? Libellen?

 

Nein, in Berlin ist das anders!

 

Es wurde bereits alles zum Thema gesagt, aber noch nicht von jedem!

Zur Wasserversorgung hatte das Fort einen eigenen Brunnen, der uns bei der Führung auch vorgeführt wurde.

Fort Hahneberg Munitionskammer Fort Hahneberg: Stahltor zu Munitionskammer

Eingang zum Munitionsdepot. Auch hier wieder die geschliffenen Ziegelwände.

Im Fort Hahneberg habe ich letztmalig nur gezielt fotografiert! Ich vermisse Fotos und Sichten von dem, was ich dort gesehen habe. Und ich kann es nicht wiederholen!

 

Ab jetzt gilt - knipsen, was das Zeug hält; die Momente kommen nicht wieder! Besser 20 schlechte Fotos zuviel, als eine Ecke des Forts zuwenig fotografiert! Mit den Digitalkameras ist die Menge von Fotos kein Thema mehr.