Burgruine Hohnstein (Thüringen)

Mittelalterliche Höhenburg

 

Ruine


WIKIPEDIA

 

Besuch: April 2015

NAVI: 99762 Neustadt/Harz

 

Falls möglich, den Campingplatz Neustadt als Ziel angeben. Die Burg liegt gleich nebenan. GPS mit OpenStreetMap hat bei uns geholfen.

Burgruine Hohnstein vom Norden gesehen Burgruine Hohnstein vom Norden gesehen
Burgruine Hohnstein - Eingang Tor 1 Burgruine Hohnstein - Eingang Tor 1

Burg Hohnstein hat eine Eingangsverteidigung mit Geschützturm.

 

Was fehlt, ist ein Burggraben im Vorfeld, der den Eingang sturmfrei gemacht hätte. Insgesamt fehlen die Vorgräben, die eigentlich im Mittelalter Standard waren.

Burgruine Hohnstein - Artillerieturm Burgruine Hohnstein - Artillerieturm

Eine Dreifach-Scharte mit aufgesetzer Musketenscharte.

Burgruine Hohnstein - Schiessscharte Burgruine Hohnstein - Schiessscharte

Kartätschenfeuer aus dieser Scharte dürfte verheerend gewesen sein.

Burgruine Honstein - Geschützscharten im Artillerieturm Burgruine Honstein - Geschützscharten im Artillerieturm

Die Ruine Hohnstein ist eine Höhenburg, die derzeit vor extremen Verfall geschützt wird. Viele Mauern werden durch massive Stahlanker vor dem Abkippen bewahrt. Blicke durch die Kamera stellen das Baudenkmal extrem anders dar, als für den Besucher vor Ort. Die Schräglage mancher Mauerteile ist schon grenzwertig!

Burgruine Hohnstein - Tor 1 Artillerierondell Burgruine Hohnstein - Tor 1 Artillerierondell

Der normale Parkplatz ist unterhalb der Burg mit 15 min Gehweg.

Ein Privatparkplatz befindet sich ca. 5 min unterhalb des Haupteingangs und ganz Faule können bis in den Burghof fahren.

Wirtshaus Burg Hohnstein Wirtshaus Burg Hohnstein

Das 1908 errichtete Wirtshaus mit uriger Atmosphäre und hausgemachtem Kuchen. Empfehlenswert!

Die mittelalterliche Burganlage besteht aus mehreren Zwingern mit Toranlagen, sowie einer Ober- und einer Unterburg.

Burg Hohnstein - Haupttor Burg Hohnstein - Haupttor
Burg Honstein - Unterburg Burg Honstein - Unterburg

Die Burg Hohnstein liegt auf einem Berg ca. 400 m über NN. Im Mittelalter eine einstmals wichtige Burg, wurde sie durch Erbstreitigkeiten und Feudalkriege bedeutungslos.

 

1380 ist die Burg erstmals erobert worden. Nach 1400 wurde die Burg erneuert und durch den Artillerieturm aufgewertet.

 

Der Flegelerkrieg führte zum Untergang der Grafen von Hohnstein.

 

WIKIPEDIA-Flegelerkrieg

 

Die Ruinierung der Anlage begann mit der Eroberung 1627 im dreißigjährigem Krieg.

Burg Hohnstein - Innenhof Burg Hohnstein - Innenhof

Viele Teile der Ruine werden durch Stahlelemente gehalten. Die Ruine macht insgesamt einen gepflegten Eindruck. Einen Besuch kann man ausdrücklich empfehlen.

Burgruine Hohnstein - Ansicht der Oberburg Burgruine Hohnstein - Ansicht der Oberburg
Burgruine Hohnstein - Tor 1, der Artillerieturm Burgruine Hohnstein - Tor 1, der Artillerieturm

Die Nordseite der Burg war durch den steilen Abhang sturmfrei. Der Artillerieturm wertete die Burganlage fortifikatorisch auf. Eine Eroberung der Burg konnte er aber auch nicht abwehren.

 

Allerdings konnte ich keine Details zu den Eroberungen finden, daher

ist der fehlende Vorgraben auch von mir reine Vermutung.

Burg Hohnstein - Hauptburg Burg Hohnstein - Hauptburg

Für eine ausgiebige Besichtigung der Anlage sollte man zwei Stunden einplanen. Festes Schuhwerk ist Bedingung.

Impressionen

Wer die Anfahrt von Norden quer durch den Harz macht, sollte mit ekligen Umleitungen und fehlendem Handyempfang rechnen!

Alle Fotos mit der FUJI X30 im EXR-Modus